Google Analytics ist wohl eines der am weitesten verbreiteten Tools zur Webanalyse und zur Erstellung von Webstatistiken. Grundsätzlich verständlich, dass man auch wissen möchte was eine Homepage bringt. Auf viele Fragen sucht man eine Antwort:
- Wer besucht meine Seite?
- Wieviele Besucher habe ich täglich?
- Aus welchen Regionen?
- Welche Browser werden verwendet?
Heikel ist dabei natürlich immer die Frage nach den personenbezogenen Daten. Schon 2009 wurde Google Analytics zur Zielscheibe für Datenschützer in Deutschland. Die Situation in Österreich ist prinzipiell ähnlich.
Dennoch muss man nicht auf die Analyse seiner Website verzichten. Google hat auf die Vorwürfe der Datenschützer reagiert und nachgerüstet: es gibt Möglichkeiten die Daten seiner Besucher zu schützen, bzw. sämtliche Daten bereits im Vorfeld zu anonymisieren. Dazu kann man folgendes tun:
Der Tracking-Code muss manuell um eine Funktion erweitert werden, die das Speichern der kompletten IP-Adresse verhindert. So kann kein konkreter Zusammenhang mehr zu einer Person hergestellt werden. Das Anlegen eines sogenannten Nutzerprofils ist also unmöglich. Aber Achtung: Google bietet diese Möglichkeit an, aber nicht automatisch – es muss manuell durch den Websitebetreiber/programmierer nachgebessert werden.
Dem Besucher der Website kann überdies ein ADD-ON angeboten werden, welches die Nutzung von Google Analytics generell ausschließt. Durch dieses Plug-In kann der Nutzer also der Speicherung seiner Daten widersprechen. Am besten ist es, dieses Add-On in seinem Impressum und Datenschutzhinweisen anzubieten.
Nähere Erläuterungen zur anonymen Gestaltung von Websiten finden Sie in diesem Artikel: Google launcht Opt-out für Analytics: Wahlmöglichkeit für IP-Logging – internetworld.de.
Sollten Sie sich für Google Analytics entschließen, kann es natürlich auch in Zusammenhang mit einem CMS verwendet werden, z.B. auch in WordPress integriert werden.
Wenn Sie Google Analytics nicht verwenden wollen, gibt es auch noch andere Analysetools, die Sie lokal installieren können. Viele Provider bieten eigene Webstatistiken an, es gibt aber auch gute frei erhältliche Alternativen zu Google Analytics. Ein Beispiel wäre PIWIK: auch diese Berichte kann man in WordPress integrieren.